"Wir müssen handeln. Und zwar jetzt."

09.06.2026

Wo laufen sie denn - ja, wo laufen sie denn ?


Offener Brief an die Regierung des Fürstentums Liechtenstein. 

Sehr geehrte Frau Regierungschefin, 

Sehr geehrte Frau Regierungschef-Stellvertreterin,

Sehr geehrte Mitglieder der Fürstlichen Regierung 


Hallo zusammen, 

(LiVa, 09.06.2026) Regierungschefin Brigitte Haas und Innenminister Hubert Büchel stellten am Montag die Strategie der Regierung für eine neue Sicherheitspolitik vor. Angesichts der verschärften sicherheitspolitischen Lage in Europa richtet Liechtenstein seine Sicherheitsarchitektur neu aus. 

Verschlechterte Sicherheitslage als Ausgangspunkt

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, geopolitische Machtverschiebungen sowie anhaltende Konflikte im Nahen Osten markieren einen Bruch mit der bisherigen Friedensordnung. Die Regierung geht heute von einer erhöhten Eintrittswahrscheinlichkeit verschiedener Bedrohungsszenarien aus. 

(dwb, 09.06.2026) Guten Morgen, der gesamten versammelten Mannschaft im Grossen Haus. Also, was mich persönlich angeht, ich  habe nicht die geringste Angst davor, dass wir in der Ukraine einen Angriffskrieg von Russland im Genick haben. Auch der anhaltende Konflikt im Nahen Osten bereitet mir keine schlaflosen Nächte.  Wisst ihr, was genau mich beunruhigt: Dass wir es mit dem Riesen-Moloch Brüssel, vollgepfercht mit abertausenden von Beamten, durchzogen von Politikerinnen und Politiker aus aller Welt, die grosspurig vom "Friedensprojekt Europa" schwafeln, in der Zeit von 2010 bis 2022 nicht geschafft haben, den offen schwelenden Krieg und Konflikt in der Ukraine zu bereinigen. Es macht mir Angst, dass wir mehr als zwei geschlagene Jahre lang mit offenem Mund zugesehen haben, wie Israel die Menschen im Gazastreifen, zumeist wehrlose Zivilisten, in Grund und Boden gebombt hat. Unter den Augen der - tatenlosen - Weltgemeinschaft. 

Das, meine Damen und Herren. Das macht mir Angst. Dass wir in den USA einen selbstherrlichen amerikanischen Präsidenten haben, der versucht, mit der Brechstange in der Hand Frieden auf der Welt zu schaffen, damit müssen wir diplomatisch umgehen können. Oder - wir könnten es, wenn die UNO und die EU auch nur einen Teil davon wert wären, wie sie es das ganze liebe lange Jahr lang herausposaunen. Aber auf diese vollgefütterten Partei-Pensionäre aus aller Herren Länder können wir nicht zählen. Immerhin, diese Erkenntnis scheint sich im Grossen Haus so langsam aber sicher breit zu machen. Spät. Aber immerhin. Besser, als überhaupt nicht. 


"Wir müssen handeln. Und zwar jetzt". 


Euer Wort in Gottes Ohr. Wir wissen alle, was "handeln jetzt" in diesem kleinräumigen Land bedeutet: Erst mal für ein paar Millionen irgendwelche Experten konsultieren, dann Strategien erarbeiten, die nächsten Millionen gehen ins Land. Viel Plauderei. Ein, zwei oder drei Arbeitsgruppen, weils so schön ist. Und dann - zurück auf Anfang.
Aber gut, ich lasse mich eines besseren belehren, sollte es denn vorkommen.  Ich wollte euch nur kurz mitteilen, was mir Angst macht.  "Schwatzen und sich gegenseitig auf die Schultern klopfen. Anstatt zu handeln". Genau das.

Ich wünsche euch allen und auch dem MitarbeiterInnen-Stab einen schönen Tag und viel Spass beim Aermel hochkrempeln. Denn das ist das erste, was zu tun wäre. 


Grüsse
Norman Wille, Buchenweg 1, 9490 Vaduz (www.derwillebloggt.li)

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