Wie viel Medienvielfalt verliert Liechtenstein noch ?

22.05.2026

("Der Stammtisch", Ausgabe Mai 2026) Am 12. Mai 2026 wurde im Gemeindesaal nicht einfach nur diskutiert. Es ging um Grösseres. Um Vertrauen. Um Demokratie. Um die Frage, wie gut informiert Liechtenstein in Zukunft überhaupt noch sein wird.

(dwb) Entgegen der Ausführungen der Autorin dieses Beitrags, Edith Marxer  im "Der Stammtisch", hat der Verlust von Radio L - meines Erachtens - keinen nennenswerten Verlust an qualitativer Information im Lande gebracht. Es ist vielmehr einer der Gründe, warum die Bevölkerung dem Radio-L-Spuk ein Ende bereitet hat.  Wir brauchen in Liechtenstein durchaus nicht mehr "Qualtitätsjournalismus", wir brauchen vielmehr Einwohner des Landes, die sich trauen, den Mund aufzumachen. Das ist das tatsächlich das grösste Problem, das ich für die Demokratie im Lande sehe. 

Da war ja wieder eine illustre Gesellschaft beieinander, am 12. Mai 2026 im Gemeindesaal Triesen. Ehemalige Mitarbeiter des Vaterland, VU-nahe Politiker und die, die es gerne wären. Klar, man hat auch "Hochkarätiges" vom ORF und der SRG um eine Teilnahme bemüht. Beide aus Fernsehanstalten, die bis ins Hohe Haus in Oesterreich und dem Bundehaus in Bern selber hochumstritten sind. Einer der Hauptkritikpunkte: Politiknahe Gefälligkeitsberichte, noch und nöcher. 

"Wir brauchen unabhängige Medien". Euer Wort ins Gottes Ohr. Davon sind wir weit, weit entfernt. Solange der Sumpf und die Korruption im Lande sich durch höchste Kreise der Politik zieht, müssen wir diese Leute erst gar nicht bemühen.  Die "Bemühungen" des "Stammtisches" sind erneut ein Projekt, das uns sehr viel Geld kosten wird, ohne dass auch nur eine Zeile "Qualitätsjournalismus" rauskommt. Weit daneben. 


Das ist dann tatsächlich den Bock zum Gärtner gemacht.

Ich sehe nichts anderes als Parteispezi und solche, die von ihnen leben. Oder gelebt haben. 

Da, sorry. Da kommt nix raus. Nichts, was uns im Lande weiterbringen würde. 


(Bildquelle: Pixabay, n.Reg.lizenzfrei)

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