Wie sicher ist Liechtenstein im Ernstfall?

Fünf Fachleute diskutierten am Sonntag im Debattierpark der Stein Egerta die Sicherheitsstrategie des Landes. Deutlich war eine Lücke zwischen Sicherheitsgefühl und Krisenvorsorge. Die neue Sicherheitsstrategie bildet einen ersten Rahmen, um die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken. Ob daraus wirksame Schutzmassnahmen entstehen, hängt jedoch von politischen Entscheidungen, finanziellen Mitteln und der Bereitschaft der Bevölkerung ab, sich mit unbequemen Fragen auseinanderzusetzen.
Alleine schon deshalb, weil wir diese Abhängigkeiten haben, wird sich an der Sicherheitslage und am Sicherheitsdispositiv dieses kleinen Landes nicht das geringste ändern. Wir sind der irrigen Ansicht, dass wir für "Frieden in Europa" eine EU brauchen. Mitnichten. Geld ausgeben können wir alleine besser. Die beste Garantie für dauernden Frieden in Europa haben wir ja schon: Wir sind mittlerweile alle existentiell voneinander abhängig. Selbst Deutschland ist weit davon entfernt, "autark" zu sein, solange es einen guten Teil seines Stroms aus französischen Atomkraftwerken bezieht.
Die Wahrheit ist: Wir sind alle derart massiv voneinander abhängig, dass es sich tatsächlich kein Staat leisten kann, einen Krieg anzuzetteln. Gegen Cyberangriffe müssen wir uns wappnen. Das ist eine technische Geschichte und eine Frage des Geldes.
Und eine Frage der Sorgfalt im eigenen Land. So siehts meiner Ansicht nach aus.
(Bildquelle: zVg)