Wenn das Risiko im Spitzensport zur Wahrheit wird.

12.02.2026

(LiVa, 12.02.2026, "Sapperlot") In seinem heutigen "Sapperlot" im Vaterland beklagt Redaktor Fabrizio Bühler, dass sich Medien und "Fachjournalisten" den Mund zerreissen, wenn Sportler eigenverantwortlich Risiken tragen - und verlieren. So geschehen bei den Olympischen Winter-Spielen 2026:

(dwb) Lindsey Vonn stürzt schwer, wird per Hubschrauber geborgen – und prompt füllt sich Social Media mit Bildern, Videos, Analysen und Emotionen. Gleichzeitig fällt fast unter den Tisch, dass auch Cande Moreno, die für Andorra startete, schwer stürzte und einen Kreuzbandriss erlitt. In kaum einem Bericht, so Fabrizio Bühler, wird ihr Mut, ihr Risiko und die Härte ihres Rennens erwähnt. Ja, das stimmt. "Verlierer" spielen im Spitzensport keine Rolle. Sie bringen schliesslich der Sportindustrie auch kein Geld ein. Im Gegenteil, sie kosten immense Summen, die "eingespielt" werden müssen.  Ja, vor allem Spitzensportler im Skisport gegen enorme Risiken ein. Sie sind nicht von oben bis unten eingepackt und umgeben von Monocock Cockpits, die sie auch bei hohen Geschwindigkeiten vor Verletzungen schützen. Alpine Skisportler haben die Knautschzone direkt unter der Haut. 

Allerdings muss ich offen gestehen, mein Mitleid mit den Athleten hält sich in überschaubaren Grenzen. Nicht zuletzt ist auch viel zu gewinnen. Ein Leben im Wohlstand und Rampenlicht. Im Falle der gestürzten Lindsey Vonn ein Vermögen zwischen 14 und 25 Millionen Dollar.


Dafür muss man auch bereit sein, Risiken einzugehen. Die gehören zum Sport. Und zum Geschäft.


(Bildquelle: Pixabay, n.Reg.lizenzfrei)