«Waldgeflüster» für Waldpreis nominiert.

20.10.2026

(LiVa, 20.10.2026) Mit Waldtieren als Botschafter bringt die Gemeinde Schaan Kindern die Bedeutung des Waldes näher. Aus einer Idee an den FL-Waldtagen entwickelte sich über viele Jahre ein Projekt mit Erlebnisweg, Blogserie und Kinderbuch. «Waldgeflüster» ist für den Waldpreis 2026 nominiert. 

(dwb) Mir würde es schon reichen, wenn wir den Kindern klarmachen könnten, dass der Wald kein Lebensraum für Menschen ist. Einfach, weil er sich dazu nicht ohne vernünftigen Aufwand eignet. Wir sollten ihn per se den anderen Lebewesen überlassen, die mit dieser Lebensumgebung etwas anfangen können. Oder sie gar zum Leben brauchen. Wir Menschen bewirtschaften den Wald, so wie wir auch die Felder und Wohnflächen bewirtschaften. Das ist wichtig, damit wir unsere Kultur und unsere Lebensart behalten können. Dass wir dabei im Rahmen des möglichen auch die Belange anderer Bewohner des Waldes im Auge haben, das hängt nicht mit unserer Liebe zum Wald zusammen. Es ist schlicht das Ergebnis unserer verbesserten Lebensumstände, die uns diesen schönen Zugang zum Wald erst möglich machen. 

So in etwa hat der Mensch im Wald "gewohnt". Das war und ist kein Lebensraum für Menschen". 

Klar. Dereinst wohnten auch manche Menschen im Wald. Mit dem Leben der Menschen damals möchte ich zumindest allerdings nicht tauschen.  Der Wald ist kein Lebensraum des Menschen. Das würde als Erkenntnis für die Kinder - in meinen Augen - schon ausreichen. Dass das so ist, zeigt alleine die Tatsache, dass der Mensch, bevor es Dunkel wird, den Wald verlässt. Und dafür gibt es gute Gründe. Der Mensch wohnt nicht darum nicht im Wald, weil wir diesen Lebensraum nachhaltig für die lieben Tiere übrig lassen.


Der Mensch wohnt nicht im Wald, weil sich dieser Lebensraum für ihn schlicht nicht eignet. 

Ich würde damit aufhören, Kindern mit esoterischen Träumereien die Welt erklären zu wollen. 

Mir wäre lieber, wir würden unsere Kinder vermehrt die Lebensrealität vermitteln. 

Das würde ihnen im späteren Leben mehr nützen als schöne Bildli an einem Baum. 


(Bildquelle: Gemeinde Schaan, Staatsarchiv Obwalden)

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