Vom Peter-Kaiser-Platz direkt ins All.

So siehts aus, wenn man nur schon in eine erdnahe Umlaufbahn möchte. Ein regelrechtes Inferno. Auf dass kein technischer Defekt passiere. Bei zwei Space-Shutteln (von insgesamt sechs) haben Defekte zum Totalausfall und zum Tod der Besatzungen geführt.
(LiVa, 19.10.2026) In Vaduz weckt derzeit eine Rakete die Aufmerksamkeit der Passanten. Es handelt sich um das Bildungsprogramm «Space Buzz».
Eine Rakete bildet dessen Herzstück und erlaubt mit Virtual-Reality-Technologie einen realitätsnahen Start, den Flug ins All und den Blick zurück auf die Erde. Damit soll ein Perspektivwechsel erreicht werden, der sogenannte «Overview-Effect», der den Planeten als einzigartige und verletzliche Lebensgrundlage zeigt. Über 700 Flüge seien für den Zeitraum von drei Tagen gebucht.
(dwb) Wir sollten den Fluggästen, unter anderem auch Schüler, aber nicht nur für den Anblick der "blauen Kugel" begeistern. Sondern es wäre durchauch angebracht (ich war nicht in der Rakete, und habe keinen Flug gebucht), wenn wir den Technik-Begeisterten auch gleichzeitig nahebringen würden, wie fragil die Technik in der Raumfahrt ist. Ein Flug z.B. mit einem ehemaligen Space-Shuttle ist kein Vergnügungs-Programm. Es ist der Ritt auf der Kanonenkugel. Es ist infernalisch laut, die ganze Pilotenkanzel vibriert auf jede Weise. Und jeder der Astronauten darf nur hoffen, dass es keinen technischen Defekt gibt. Es wäre mit Sicherheit der letzte. Es muss absolut beängstigend sein. Ich glaube nicht, dass das Spass macht. Wer erinnert sich nicht an das regelrechte Inferno, das wir veranstalten mussten, um eine Handvoll Astronauten in eine erdnahe Umlaufbahn zu katapultieren. Raumfahrt hat seine schönen Seiten. Aber es ist und bleibt, bei aller Technik, in letzter Konsequenz ein Himmelfahrtskommando.
Auch diese Seite müssen wir denjenigen aufzeigen, die einen "Flug" in eine erdnahe Umlaufbahn buchen. Von einer Reise "ins Weltall" sind wir da noch sehr weit entfernt. Es sind Welten, einen Satelliten hoch zu bringen, oder lebende Menschen. Die europäische Weltraumorganisation ESA hat seit ihrer Gründung vor 50 Jahren rund 360 Milliarden Franken ins Weltraumprogramm investiert. Mit der ESA sind bis heute rund 30 Astronauten in erdnahe Umlaufbahnen gebracht worden. Artemis soll das ändern, mit einem Flug zum Mond. Das Raumschiff dazu stammt allerdings von der US NASA ("Orion").
Was wir auch aufzeigen dürfen ist, dass wir im Jahr 1968 und einige Folgende schon einmal zum Mond geflogen sind. Eine völlig andere Herausforderung als diejenige der "Rakete".
Und das - mit den technischen Mitteln von vor bald 60 Jahren.
Das sollten wir auch dazu sagen. Die Technologie ist nicht neu.
Nur kleiner, schneller und leistungsfähiger.
(Bildquelle: Pixabay, n.reg.lizenzfrei)