Treffen der Stimmrechtsgruppe beim Internationalen Währungsfonds in Usbekistan.

03.07.2026

Die von der Schweiz geleitete Stimmrechtsgruppe bei den Bretton-Woods-Institutionen trifft sich alle zwei Jahre ausserhalb von Washington D.C. in einem der neun Länder der Stimmrechtsgruppe. In diesem Jahr fand das Treffen im Stimmrechtsgruppenmitglied Usbekistan statt, dem bevölkerungsreichsten Land Zentralasiens. 

Jetzt sind wir schon so weit, dass wir Treffen internationaler Organisationen, hier der IWF, in die ärmsten Länder der Armen verlegen. Das Brutto-pro-Kopf-Einkommen in Usbekistan beträgt gerade mal 3000 Euro - im Jahr. Klar, Kunden des IWF sind ohnehin zu einem guten Teil diejenigen Länder, die entweder kein funktionierendes Wirtschaftssystem haben. Oder nicht wissen, wie man in einem Staat sinnvoll haushaltet. Regierungschefin Haas war ebenfalls Teilnehmerin am Treffen der Stimmrechtsgruppe in Usbekistan. Frau Haas ist immerhin "IWF Gouverneurin". Viel Lametta. Gut. Diese schmeichelhafte Bezeichnung kostet den liechtensteinischen Steuerzahler auch eine schöne Stange Geld. Beim IWF wird kein Blatt in Bewegung gesetzt, ohne dass es  nicht eine zünftige Kostenfolge für die "Besuchten" oder "Eingeladenen" haben wird. 

Ueberhaupt sind unsere "Regierenden" enorm viel auf Reisen. Klar, "wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen". Viel gibts von den Schönwetter-Reisen unserer Damen und Herren im Grossen Haus ganz bestimmt nicht zu erzählen. Am interessantesten für mich wär der Part der Geschichte, der sich um die Zahlen dreht - nämlich um die, die diese Sonderausflüge letztlich gekostet haben. Nutzen: mehr oder weniger Null. Geplauder. Hand-Shakes. Und das neu gekaufte Outfit kann mal raus. Das wars dann aber schon. 

Besonders beim IWF sind wir in eine illustre Gesellschaft hineingeraten. Vor allem mit Staatsanwälten aller Couleur kennt man sich beim IWF und ihren ehemaligen Chefs Lagarde und Strauss-Kahn bestens aus. Meine verstorbene Grossmutter hätte jetzt gesagt: "Solche Leute kommen mir nicht ins Haus". Wir geben ihnen 30 Millionen  plus. Würde ich nicht machen. Macht die Regierung ohne mit der Wimper zu zucken. 

Ich erinnere mich an frühere Zeiten, in denen man dort dabei war, wo Erfolg und Aufschwung herrschten. Lange vorbei. Heute sehen wir uns verantwortlich für alle Analphabeten, Ungebildete und Unwilligen dieser Erde. Je armseliger das Umfeld, um so mehr fühlen sich Teile aus unserem Land angezogen. Ich würd ja die Finger davon lassen. 

Das ist ein Fehler. Es sind die Tüchtigen, die Tatkräftigen, die Strebsamen, die diese Welt am laufen halten. Früher haben wir die Früchte unserer Arbeit nicht an jeden kostenlos verteilt, der an unseren Grenzen das Wort "Asyl" gestammelt hat. 

Der einfachste Weg aus dem Elend in die Vollkasko-Versorgung.
Das sollten wir abstellen. Schnell.


(Bildquelle: Lie-Zeit.li)

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