Schwere Menschenrechtsverletzungen.

(LiVa, Parteienbühne, Beitrag der Jungen Liste) "Der imperialistische Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten Maduro sind schwere Völkerrechtsverletzungen und dürfen von der internationalen Gemeinschaft nicht hingenommen werden". Die Junge Liste fordert eine klare Verurteilung des Angriffskriegs durch die liechtensteinische Regierung und Bemühungen zum Schutz der Souveränität Venezuelas.
(dwb) Eine meiner Ansicht nach löbliche Haltung der Jungen Liste. Ich teile die Ansicht, dass es sich beim Angriff der USA auf Venezuela um schwere Menschenrechtsverletzungen handelt. Die Krux ist nur, dass es das "Völkerrecht" für die USA weder gibt noch sie sich in irgend einer Weise daran gebunden fühlen. Doch was wir bei Putins Angriff auf die Ukraine - zu Recht - kritisieren, wird bei den USA schöngeredet. Und das war schon immer so. Die USA haben weltweite Narrenfreiheit. Dasselbe gilt übrigens für Israel, das sich vor der Weltgemeinschaft gebärden kann, wie immer es das möchte. Die UNO ist "besorgt", die nationalen Politiker geben sich wenns gut geht "überrascht" und "bedauern". Aber dann hätten wir die Geschichte dann schon zusammen. Die USA beweisen sich auf der ganzen Welt - egal unter welchem Präsidenten - ungehindert als Kriegstreiber. In aller Regel - gehts in die Hose.
Es ist schön, dass die Junge Liste von der liecht. Regierung die Verurteilung des Vorgehens der USA in Venezuela fordert. Und doch wissen wir ausnahmslos alle, dass die Mitglieder der Regierung ob solchen Ansinnens bestenfalls ein müdes Lächeln aufs Gesicht bringen. Das Verhältnis zu den USA ist bekanntlich delikat.
Will heissen: Wer mit denen über dem Atlantik Geld verdienen will, hat den Mund zu halten und die USA in keinster Weise zu kritisieren. Und genau das tun wir auch.
Und zwar noch geflissentlicher als gegenüber der schwachen EU.
(Alleine schon aufgrund eines grossen Industriebetriebes im Land, der in den USA gut vertreten ist.)
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