Schule, Psychiatrie und Wolf: Nachbarregierungen im Austausch.

08.02.2026

"Orchideen-Themen warens keine - Rauskommen tut gleichwohl nichts"

Die Regierungen Liechtensteins und des Kantons Graubünden haben sich am Dienstag zu ihrem jährlichen Austausch getroffen. Gastgeberin war die Regierung Liechtensteins, zuletzt hatte das Treffen im Mai 2025 in Maienfeld stattgefunden.

Im Zentrum des Arbeitsgesprächs standen aktuelle grenzüberschreitende Themen. Diskutiert wurden der Daten- und Jugendschutz an Schulen, die Situation der psychiatrischen Versorgung in der Region sowie Erfahrungen mit präventiven Abschüssen und Herdenschutzmassnahmen im Zusammenhang mit der Wolfsthematik. Ergänzt wurde das Programm durch einen Unternehmensbesuch bei der Hoval AG.

Da seh sich doch einer diesen Menschenauflauf an. Ich frage mich, was da konkretes rauskommen sollte. Nehmen wir den "Daten-und Jugendschutz": Seit 20 Jahren kennen wir die Problematik des Jugenschutzes an den Schulen. Konkret ist das eine Frage der Verwendung eines Smartphones. Diese Dinger sind seit 20 Jahren auf dem Markt, ebenso eine der ersten grossen Social Media Plattformen, "Facebook". Seither wissen wir, wo das Problem liegt. Doch keiner hat den Mut, Smartphones an Schulen ganz einfach zu verbieten. Doch, doch. Das geht schon. Wenn man als Politik Rückgrat und Mut hat. Was wir nicht haben. 

Noch ein viel leidigeres Thema stellt die Situation der psychiatrischen Versorgung in der Region dar. Ueber dreissig Jahre trödeln wir diese Thematik jetzt schon herum. Auch hier wissen alle, wo es hakt.  Es gibt schlicht zu wenig psychiatrische Kliniken. Bauen will man sie schon: Nur zahlen will man nix für Leute, die sturm im Kopf sind. Das ist wenig prestigeträchtig. Was heisst: Uninteressant für die Politik, damit ist kein Blumentopf zu gewinnen. 

Und was ist mit den Wölfen ?  Das ist die mit Abstand einfachste Geschichte. Abschiessen. Wenns zu viele gibt: Abschiessen und reduzieren. 

Und so plaudern und schwatzen wir über die immer selben Themen. 

Rauskommen tut nix. Ausser einem interessanten Besuch bei der HOVAL. 

Und einem feinen  Mittagessen. Immerhin. 


(Bildquelle: Yannick Zurflüh)