Scheidungskinder werden seltener Eltern.

(LiVa, 04.03.2026) In Europa und Nordamerika ist die Scheidung längst kein Ausnahmefall mehr. Auch in der Schweiz hat sie seit dem Ende der 1960er-Jahre stark zugenommen: Rund vierzig Prozent der Ehen werden heute geschieden. Im Fachjournal «Demography» berichten Silvia Palmac- cio von der Bocconi-Universität und ihr Team: Erwachsene aus Scheidungsfamilien bleiben häufiger kinderlos und bekommen insgesamt weniger Kinder.
(dwb) Man merkt massiv, dass die Universitäten sich immer mehr von aussen finanzieren müssen. So ist man darauf angewiesen, vor allem lukrative Studien - unverfänglich und ohne grossen Aufwand zu realisieren - an Land gezogen werden können. Nur so lässt sich erklären, dass wir über einer derartige Binsenweisheit, die die Spatzen von den Dächern pfeifen, Wissenschaftler bemühen müssen. Es ist naturgemäss davon auszugehen, dass Kinder, deren Eltern sich haben scheiden lassen, weniger Lust entwickeln, selber Kinder in die Welt zu setzen. Zu zerbrochen und belastend war ihr eigenes Bild von einer "Familie" in jungen Jahren. Es hätte ausgereicht, 500 Scheidungskinder zu interviewen. Das hätte ein Umfrage-Institut deutlich besser herausfinden können. Und mit Sicherheit billiger.
Die Studie stellt fest, dass 40 % der Ehen heutzutage geschieden werden. Nur - da sind die zusätzlichen 20 % der "Trennungs-Eltern ohne Scheidung" noch gar nicht dabei. Eltern, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht scheiden lassen können; ob "der Kinder wegen", des Hauses oder eigenen Geschäfts oder schlicht der Angst vor den tratschenden Verwandten und Nachbarn. Wobei der oft vorgeschobene Grund "der Kinder wegen" nur der eigenen Angst der Eltern vor dem Alleine sein entspricht: Kinder sind die allerersten, die registieren, wenn es zwischen Mama und Papa kriselt.
Persönlich glaube ich, wenn es 25 Prozent der Ehen sind,
die wirklich sehr gut laufen, sind wir gut beieinander.
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