"Sapperlot" im Vaterland vom 23.01. 2026.

(LiVa, Sapperlot, 23.01.2026) Herr Philipp Kolb, Redaktor beim Vaterland, sieht sich bemüssigt, die Rede des amerikanischen Präsidenten Donald Trump beim WEF in Davos zu kommentieren. Gross fällt der Kommentar allerdings nicht aus. So schreibt Herr Kolb: "Statt geplanten 45 Minuten verriet er der Welt während rund 70 Minuten, was alles für komische Dinge in seinem Kopf vorgehen."
(dwb) Herr Kolb hält in den restlichen Zeichen fest, dass Herr Trump sehr häufig von sich selber spricht.
Das ist für mich, Herr Kolb, kein Grund, den mächstigsten Mann der Erde ins Lächerliche zu ziehen. Der amerikanische Präsident hat zweifellos eine sehr eigene Art und Weise, über seine Verdienste zu berichten. Da kann sich jeder selber eine Meinung bilden. Für mich aber hat Donald Trump durchaus auch Positives gebracht, von dem die EU bestenfalls träumen kann:
- Während die EU in der Ukraine als Kriegstreiber und Material-Lieferant fungiert, wird Donald Trump nicht müde, den Frieden zu beschwören. Das Wort Ukraine im Zusammenhang mit "Frieden" ist erst mit Trump zum alltäglichen Sprachgebrauch geworden.
- Während die EU nicht müde geworden ist, sich irgendwelche Rechtfertigungen für Israel aus den Fingern zu saugen, um - irgendwie - das Massaker Israels an der Bevölkerung im Gaza-Streifen zu beschönigen, hat sich Donald Trump darum gekümmert, die Geiseln im Gazastreifen nach Hause zu bringen. Und - sie sind zu Hause.
Ja, der amerikanische Präsident ist eigen. Ein persönlicher Freund von mir würde er wohl auch nicht werden, das stimmt schon.
Das kollektive Trump-Bashing der EU ist allerdings ob des äusserst mageren Leistungsausweises der EU während der letzten 30 Jahre vollständig unangebracht.
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