Präventionsgesetz wird auf neue Tabakwaren erweitert.

28.01.2026

(LiVa, 28.01.2026)  Die Regierung hat in ihrer gestrigen Sitzung den Bericht und Antrag zur Abänderung des Tabakpräventionsgesetzes verabschiedet. Warum die Abänderung geplant ist: Bisher beschränkte sich dieses
Gesetz auf klassische Tabakwaren und E-Zigaretten. Nun soll die Anwendung auf neue Produktpaletten wie Tabakheater, Kräuterzigaretten oder Nikotinbeutel ausgeweitet werden. Mit dieser Novelle wird unter andrem der Schutz vor Passivrauchen ausgedehnt. 

(dwb) Schön. Es ist nichts dagegen einzuwenden, das Tabakpräventionsgesetz anzupassen auf die neuen Produkte der tabakschen Marketing-Industrie. Persönlich wird mir etwas viel Zeit und Gesetz für den Tabakkonsum aufgewendet. Demgegenüber steht ein zunehmender Alkoholkonsum der jungen - und - älteren unter uns. Mir scheint, gegen die Hochglanz-Flut in den "hochwertigeren" Supermärkten tun wir überhaupt nichts. Man muss sich nur mal anschauen, wie aufwändig sich Alkoholika (vor allem Wein und Spirituosen) da präsentieren. Ich meine, wir dürfen nicht vergessen, wir reden hier von einem Suchtmittel mit Auswirkungen bis weit in den familiären Bereich der Konsumierenden. Alkohol hat ein gutes, Tabak ein "Schmuddel-Image". 

In der Schweiz rauchen rund 1.3 Millionen Menschen regelmässig. Demgegenüber stehen rund 1.2 Millionen, die Alkohol "missbräuchlich" trinken: Also zuviel. Und zu oft. 

Nicht nur den Tabakkonsum verteufeln. Aber es liegt auf der Hand, warum wir das tun, während wir den Alkohol weiterhin als "gesellschaftsfähig" einstufen: 

Es wird generell von mehr Menschen Alkohol getrunken. Als dass geraucht wird. 

Das dürfte der Grund für dieses unverständliche Verhalten sein. 


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