Quereinsteiger als Lehrer in den Schulen.

21.02.2026

Scheinbar haben wir akuten Lehrermangel. Vielleicht nicht so sehr in Liechtenstein (wir haben Top-Konditionen für Lehrpersonal), doch in Europa, speziell bei unserem nördlichen Nachbarn Deutschland sieht es mau aus. Es werden deshalb verstärkt Quereinsteiger gesucht. Klar, auch diese müssen über ein Abitur samt Studium verfügen. Selbst wenn das Abitur mit 3.0 bestanden wurde und das Studium altgriechische und assyrische Sprachen umfasst hat. Solche Leute sind ideal, um Kinder zu unterrichten. 

Ein Handwerker mit Realschule, vier Jahren Lehre und einer zweijährigen Weiterbildung zum Meister ist selbstverständlich nicht ausreichend. Nein. Nur die Uni bringts. Und das obwohl es die Spatzen von den Dächern pfeifen: Das Abitur in Deutschland ist qualitativ längst nicht mehr dasjenige aus den 1980er Jahren. Es ist nicht selten derart ungenügend, dass Universitäten lauthals klagen, die Abiturienten wären mit diesen mangelhaften Kenntnissen gar nicht "studienfähig". Neuerdings werden die grossen Philosophen wie Goethe, Nietzsche usw. in "leichter Sprache" unterrichtet, weil die Schüler den Text anders gar nicht mehr verstehen. Eine Bankrotterklärung.
Aber - diese Leute lassen wir auf unsere Kinder los. Und das absolut überraschende: Es klappt hervorragend. Die Schüler nehmen diese "Art Lehrer" in ganz vielen deutschen Schulen mehr als gut an. An einer Schule in Hagen/Deutschland wurde dieser Woche einer Lehrerin nach mehreren Jahren gekündigt, sie hat Kunst unterrichtet. In der Folge haben 300 Schüler auf dem Pausenhof für den Verbleib ihrer Lehrerin demonstriert. Sie war tatsächlich die beliebteste Lehrerin in der ganzen Schule.  Ob sie deshalb gekündigt worden ist ? Nun, die Lehrer haben einen Ruf zu verlieren. Wenn solche Beispiele Schule machen, muss man sich fragen, ob die heutige Ausbildung der Lehrer auch richtig ist. Nur - Lehrer hinterfragen sich in der Regel nicht. Sie sind die Lehrer. Ergo müssen sie - auch die besten sein. 


Und so werden unliebsame Quereinsteiger-Konkurrenz entweder "nachgeschult" - oder rausgeschmissen. Verheerend für die Kinder. Aber gut - für die Lehrer.


(Bildquelle: Pixabay, n.Reg.lizenzfrei)