Plan für 2028 steht: Regierung will Gesundheitskosten dämpfen.
Die Gesundheitskosten teigen unaufhörlich und belasten die Haushalte zunehmend. Nun handelt die Regierung: Mit dem gestern verabschiedeten Bericht und Antrag zur Revision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) und des Gesundheitsgesetzes (GesG) soll das Gesundheitssystem langfristig stabilisiert und für kommende Herausforderungen gerüstet werden.
Mit angepasstem Staatsbeitrag sowie Änderungen für Ärzte und Apotheken geht die Gesetzesreform in den Landtag. Wenig Kompromissbereitschaft zeigt die Regierung zudem bei einer weiteren umstrittenen Sparmassnahme: Trotz heftigen Widerstands seitens der Patientenorganisation und des Seniorenbundes hält das Ministerium daran fest, die pauschale Befreiung chronisch Kranker von der Kostenbeteiligung abzuschaffen. Betroffene müssen sich künftig an Franchise und Selbstbehalt beteiligen. Vor unbegrenzten Kosten schützt weiterhin der jährliche aximalbetrag von 1400 Franken beziehungsweise 500 Franken für Rentner. Finanzschwache Patienten sollen gezielt über die Prämienverbilligung abgefedert werden.
Das ist also der Beitrag des Staates zum Thema Krankenkasse.
Wir werden sehen, in wieweit sich die Kostenbefreiung chronisch Kranker von der
Kostenbeteiligung dann wirklich durchsetzen wird.