Onlinemedium «Lie24» steht vor dem Aus.

25.09.2026

(25.09.2026, LiVa) Die Regierung hält zweite Tranche der zugesagten Anschubfinanzierung für «Lie24» zurück, weil der Businessplan bislang nicht umgesetzt werden konnte. Die Mitarbeiter wurden nun vorsorglich gekündigt.

(dwb) Ich würde jetzt sagen: Fadenscheiniger gehts nun wirklich nicht mehr. Es ist so, wie ich es in meinem heutigen Leserbrief "Ich glaub, das gefällt mir nicht" ausführe. Der moralische Verfall auf unserer Regierungsebene ist galoppierend. Natürlich geht es nicht um einen "Businessplan". Wir scheffeln 3.5 Milliarden an Reserven, nageln schnell mal im Vorbeigehen 5 Millionen für zum Fenster hinaus geworfene "Planungsarbeiten" für das Luftschloss "Landesspital" ans Knie. Das schon. 

Für Konkurrenz in den Medien, die nicht derart üppig mit staatlichem Geld überschüttet werden wie das Vaterland, da ist kein Platz. Wer will sich schon Medien heranziehen, die am ende noch kritisch über Regierung und Landtag berichten. Da besteht beim Vaterland - bei Gott - nicht die geringste Gefahr.

Das sang- und klanglose Verschwinden des Volksblattes war in meinen Augen schon ein Skandal für sich. 

Eines ist sicher: Ohne Landesbeitrag und jeder Menge versteckter "Inserate" durch das Land könnte das Vaterland innerhalb weniger Monate den Schirm zumachen. Dort setzen wir andere Masstäbe an. Die Gründe kennen wir alle. Die grassierende Vettern- und Kollegial-Wirtschaft auf allen Ebenen der Politik sichert gewissen Medien - also dem Vaterland - ausreichend Mittel zu. Im Gegenzug bleibt das Vaterland das "Schön-Wetter-Magazin" der Politik. So, wies immer schon war.  Klar. Je schlechter eine Regierung hantiert - und das tut sie - um so mehr ist sie auf Schönwetter-Berichte angewiesen. 

Und so macht es unsere Regierung, wie alle Schwachen und Mutlose es tun: Sie schafft sich allfällige Zweifler und Kritiker vom Hals. Ich fühle mich zwangsläufig an die ehemalige DDR erinnert. Und die Zeichen der Schwäche in der Regierung: Sie sind an allen Ecken und Enden sichtbar. Ich erinnere kurz an die "Neujahrsansprache der Regierungschefin" zu Beginn diesen Jahres.  Schlecht - war sie nicht, die Rede. Aber miserabel. Ein Zeugnis einer Person im Amt, die nicht den leisesten Schimmer davon hat, was im Land vor sich geht. Die "Rede" hätte es bestenfalls mit dem Weihnachtsaufsatz einer Zehnjährigen aufnehmen können (siehe den Beitrag in meinem Blog vom 1.1.2026). 


Nein. Es reicht nicht. Und so setzt man sich nicht mit Medien auseinander. 

Sondern man macht einfach die Läden zu. Eben.  Wie in der ehemaligen DDR. 

Die Schwachen. Und die Mutlosen. Sie handeln so. Weil sie es nicht besser können.

Ueberall auf der Welt.


(Bildquelle: Pixabay, n.Reg.lizenzfrei)

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