Olympia: "Der Helm des Vergessens".

(LiVa, 14.02.2026) Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch wird vom Wettbewerb ausgeschlossen, weil er einen Helm tragen will, der Bilder getöteter ukrainischer Sportler und Kinder zeigt. Eine persönliche Erinnerung an Opfer des Krieges mit Russland. Das IOC wertet diesen «Helm des Gedenkens» als unzulässige politische Botschaft, die gegen die Neutralitätsregeln der Olympischen Charta verstösst. Trotz Kompromissangeboten wie dem Tragen eines schwarzen Armbands besteht Heraskewytsch auf seinem Helm und wird noch vor dem Rennen disqualifiziert.
(dwb) Die Aktion von Wladyslaw Heraskewytsch ist menschlich nachzuvollziehen. Doch bei allem Leid, das stellvertretend auch auf diesem Helm manifestiert ist, müssen wir alle uns an Regeln halten. Wir können nicht allgemein gültige Regelwerke an aktuelle Ereignisse, so tragisch sie im Falle des Ukraine-Krieges auch sind, anpassen und Vereinbarungen ad acta legen. Das IOC wertet diesen «Helm des Gedenkens» als unzulässige politische Botschaft, die gegen die Neutralitätsregeln der Olympischen Charta verstösst.
Diese Aussage erledigt diese Thematik vollends. Wir haben Gremien und Gerichte, die sich danach richten müssen, was wir im gesellschaftlichen Konsens festgelegt haben. Wenn diese Gremien entscheiden, sind die Ergebnisse aus diesen Beratungen für uns alle verbindlich.
Wir müssen als Gesellschaft damit aufhören, alle Entscheide von gewählten Gremien
unseren persönlichen Befindlichkeiten anpassen zu wollen.
(Bildquelle: Daniel dal Zennaro/EPA)