Nach massiven Demonstrationen im ganzen Land - Zugeständnisse an Frankreichs Schüler.

Die Regierung verspricht Milliarden, neue Lehrstellen und das Ende von Parcoursup. Doch die Proteste gehen weiter.
Nach den teils gewalttätigen Schulprotesten beginnt in Frankreich eine neue Phase – die der Verständigung. Premierminister Sébastien Lecornu empfing zu Wochenbeginn eine Gruppe junger Influencer, noch bevor er seine Pläne den Gewerkschaftern vorstellte. Die wichtigste Neuerung besteht in der Rücknahme von Parcoursup, wie die Einschreibplattform für die Universitäten in Frankreich heisst. Sie ist überaus verhasst, da alles andere als transparent. Die Regierung geht auch auf andere Forderungen der Mittelschulverbände ein. Ab der «Seconde», der drittletzten Gymnasialklasse, sollen die Klassen höchstens noch 28 Schülerinnen und Schüler (heute gut 32) umfassen. Das bedingt die Anstellung von über 1300 Lehrerinnen und Lehrern.
Ursprünglich hatte Premier Lecornu 836 Lehrstellen abbauen wollen, da die Zahl der Schulklassen infolge des allgemeinen Bevölkerungsrückgangs generell am Abnehmen ist. Lecornu verspricht nun aber die Schaffung von 15'000 Studienplätzen.
Seltsam. Wie miserabel muss es um ein Bildungssystem stehen, wenn die Schüler und Studenten dafür demonstrieren (müssen), um in eine gute Schule/Uni gehen zu dürfen.
Und wie dumm muss Politik sein, um ihre Jungen überhaupt erst auf die Strasse zu bringen.
Mir müsste die Politik erst unter Beweis stellen, dass sie es besser meint.
Wers glaubt ... trau, schau - wem.
(Bildquelle: Pixabay, n.reg.lizenzfrei)