Mercosur Abkommen so gut wie abgeschlossen.

18.01.2026

Das sogenannte "Mercosur-Abkommen" (Mercado Común del Sur, MERCOSUR Gemeinsamer Südamerikanischer Markt, spanisch: Mercado Común del Sur) zwischen der Europäischen Union und den Südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) ist so gut wie Zustande gekommen. 

Es soll die Zusammenarbeit zwischen der EU und den erwähnten Staaten Südamerikas erheblich erleichtern, vor allem die deutsche Industrie verspricht sich einen massiv besseren Zugang zu den Märkten dieser Staaten. Doch die deutlich besseren Exportchancen der Industrie haben ihren Preis: Und den, so steht zu befürchten, werden die europäischen Bauern zahlen. Denn die Mercosur-Staaten exportieren vor allem im landwirtschaftlichen Bereich grosse Mengen an Agrarprodukten in die EU, vor allem auch hochwertiges Fleisch. Das wird zu Lasten der europäischen Landwirte gehen, davon muss ausgegangen werden. Das ist für die EU weniger wichtig: Ihr Focus liegt klar auf der Industrie. 

Stellt sich die Frage, wie denn die neuen Partner der EU aussehen. Gut, wir reden hier nicht von der Creme de la Creme der südamerikanischen Staaten. Alle Staaten des südlichen Teils Amerikas sind wirtschaftlich schwach. Auch die politischen Systeme sind, gelinde gesagt, etwas schwierig. Was die Oekonomie betrifft, so muss man sagen, das das Bruttoinlands-Produkt (BIP) Argentiniens, Brasiliens, Uruguays und Paraguays zusammen genommen gerade mal so gross ist wie das BIP von Dänemark oder der Niederlande


Ob es sich lohnen wird, die europäischen Bauern dafür zu opfern, das muss sich erst zeigen.


(Bildquelle: Mercosur)