Mehr Fahrten, mehr Party: Liemobil erweitert den Fahrplan zur Fasnacht.

Die schöne Seite der Fasnacht ...
LieMobil hat ein Herz für Fasnächtler. Zur Fasnachtszeit lässt die Liemobil ihre Busse verstärkt im Land kursieren, damit sie die Fasnächtler zu erweiterten Betriebszeiten zu ihren diversenen Zielen im Land bringen können.
Das ist im Grunde keine schlechte Idee. Es hat zwar fast 40 Jahre lang gedauert (diese Anfragen an die OeV gibts seit den frühen 1980er Jahren, Jahr für Jahr mehr oder weniger erfolglos), aber immerhin. Man darf ja nicht undankbar sein. Klar. Man darf den Zweck der ganzen Uebung im Kern nicht verkennen. Warum sind die wenigen Taxis im Land und die OeV während der Fasnacht so gut frequentiert ? Diese Frage ist schnell beantwortet: Weil der mehr oder weniger hohe Alkoholkonsum der Fansächtler eine Fahrt mit dem eigenen Auto schlicht verbietet. Auch das war schon in den 1980er Jahren exakt dasselbe Problem. Damals hiess es: Wer zuviel trinkt, der muss halt auch schauen, wie er nach Hause kommt. Und dass an der Fasnacht exzessiv viel Alkohol konsumiert wird; auch dass kennen wir seit den frühen 1970er Jahren.
Wir müssen aber eines sehen:

... und deren allzu häufige Auswüchse - die wir durchaus hinterfragen dürfen ...
Die Busse der LieMobil verkehren deshalb öfter, weil an der Fasnacht ganz einfach durchs Band deutlich zu viel Akohol getrunken wird. Das ist angesichts der deutlich steigenden Anzahl an Alkoholkranken in der Schweiz und im Land ein Umstand, den man durchaus hinterfragen darf. Das um so mehr, als dass sich an der Fasnacht vorzugsweise jüngere und ganz junge Gäste einfinden. Alkoholprävention: Null. Ein paar hilflose Hinweise am Strassenrand, dass Alkohol die Sinne trübt. Das - wars dann schon.
Wir leisten - auch von Seiten der öffentlichen Hand - nichts mehr
als Vorschub für noch mehr ungehemmten Alkoholkonsum.
Das wäre nicht unbedingt notwendig.
(Bildquelle: Pixbay, n.Reg.lizenzfrei)