LESERBRIEF.

20.01.2026

Die Amerikaner greifen nach Grönland. Und ich sage bewusst nicht "der amerikanische Präsident Donald Trump". Denn die Amerikaner liebäugeln seit dem Ende des zweiten Welktrieges immer wieder ganz offen mit der Rieseninsel im Vorgarten der USA. Und ich nehme an, zu guter Letzt werden die Amerikaner in Grönland das Sagen haben. Ob uns das passt - oder nicht. Unter den westlichen Staaten sind die USA, rein nüchtern betrachtet, die einzige Nation, die mit Grönland mit allem was da dranhängt adäquat umzugehen weiss - und es auch kann. Die Europäer mit ihrer desolaten EU sind dazu ganz bestimmt nicht in der Lage. Und wenn Europa schlau ist, dann lässt es Handelskriege und "Bazookas" tunlichst sein. Ich kenne mich in den Gedankengängen der Amerikaner und auch derjenigen Europas zu wenig aus. Aber eines weiss ich ganz sicher: Markige Sprüche unserer Mädchen und Buben auf den grossen Stühlen überall in Europa, die werden uns nichts bringen. Schlimmer noch: Was mit einer kollektiven Angeberei der EU anfängt - das endet ausnahmslos immer schlecht, sehr schlecht für die europäischen Verbraucher. Die galoppierende Inflation, der serbelnde Euro, das alles kommt ja nicht von ungefähr. Und es wird immer katastrofaler; die Betonwand am Dead End unseres "Europäischen Zuges" kommt mit Vollgas näher. Aber anstatt zu bremsen, drücken wir alle munter weiter aufs Gas. Und wundern uns - wenns knallt.