Künstliche Intelligenz für jeden verständlich gemacht.

15.10.2026

(LiVa,  13.10.2026) Gestern Abend fand der Anlass unter dem Motto «KI verstehen – Gemeinsam
staunen» im SAL in Schaan statt.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten einen
Blick in die Welt der künstlichen Intelligenz werfen. Sie erfuhren, welche KI-Tools
es auf dem Markt gibt und wie man sie selbst ausprobiert. 

(dwb) Ganz so wars aber nicht, meine Herren. Zum ersten: Der Moderator des Abends, Herr Daniel Bargetze und ich haben unsere verschiedenen Auffassungen von medialer Freiheit schon miteinander ausdiskutiert. Es ging dabei um meine Leserbriefe, die je nach Lust und Laune im Vaterland abgedruck wurden - oder eben auch nicht. Gut, danach wars - etwas - besser. 

Nun, gleich einleitend bestand "die Möglichkeit zur Teilnahme an einer interessanten Präsentation der Firma Medienhaus durch dessen Leiter Daniel Bargetze". Will heissen, 15 Minuten lang Werbung für das Vaterland-eigene Radio, das - eine Vermutung von mir - durchaus mehr  Zuhörer haben dürfte. Danach kamen die anderen drei jungen Herren zur Sache. Das haben sie - ebenfalls meiner Ansicht nach - gut gemacht, was die positiven Seiten der KI betrifft. 

Was die Schwächen und Gefahren der KI anging (ein Grossteil der vor der Veranstaltung eingereichten Fragen drehte sich darum), da sah die Geschichte dann schon etwas mau aus. Eine Zuhörerin, gefolgt von einer Frage von mir in derselben Richtung, wollte aufmerksam machen, dass es eine zunehmende Anzahl von Nutzern der KI gibt, die die KI dafür benutzen, ihre persönlichen Probleme mit jemandem besprechen zu können. Das schien sowohl der Fragestellerin als auch mir selber durchaus ein grosses Thema zu sein. Das dürfte im europäischen Raum in kurzer Zeit Millionen von NutzerInnen betreffen, die möglicherweise sogar abhängig von ihrem Sparringpartner werden (der letztlich nur aus Programmierzeilen besteht). Die Auseinandersetzung des Abends hiess: "Ja, aber das können wir auch nicht ändern". Und eine ganz besonders intelligente Antwort steuerte ebenfalls einer aus dem Team der erfolgreichen, hippen, jungen, neugierigen Leute auf der Bühne bei: "So hat jeder 24 Stunden, 7 Tage den eigenen Therapeuten in der Hosentasche. Das hat nicht jeder !". 

So weit die Auseinandersetzung mit einer grossen Gefahr der KI. Daneben ist kurz auf den "Enkeltrick" eingegangen worden, bei dem bis heute selbst ein Telefon mit Wählscheibe ausreichend ist. 

Alles in allem war der Abend für mich und meine Frau - eine Enttäuschung. Die CHF 100.-- für uns beide, die hätten wir besser in ein gemeinsames Abendessen investiert. Das allerdings in Oesterreich. 

In der Schweiz hätten wir für diese Summe kaum mehr essen können. 


(Bildquelle: Nils Vollmar)



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