Kein Rückgrat des Landtages vor dem Fürstenhaus.
Dass eine Volksinitiative, die von 5000 Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern unterzeichnet worden ist, dem Volk nicht zur Abstimmung vorgelegt wird, ist ein Armutszeugnis für den Landtags Liechtensteins.
Ich höre das Geplauder der verschiedenen Parteien, wie sie sich auf alle Art und Weise rechtfertigen. Das ist nicht notwendig.
Es kann ganz einfach auf einen Nenner gebracht werden:
Der Landtag hat vor dem Fürstenhaus kapituliert. Ich bezeichne das persönlich als unverzeihliches Duckmäusertum und Katzbucklerei gegenüber dem Fürstenhaus. Mein Respekt vor Regierung und Landtag ist dementsprechend - wie immer - auf einem minimalen Level.
Nein. Es stimmt. Ich habe noch nie eine Verfassung akzeptiert und respektiert, in der nicht alle Personen vor dem Gesetz gleich sind. Dazu stehe ich. Das - gehört sich nicht. Das ist unsauber.
Liechtenstein ist mit Handgelenk mal pi und unter Hängen und Würgen an irgend einer Ecke ein Land mit hauchdünnem demokratischem Anstrich.
Eine Demokratie, wie ich sie als Schweizer Doppelbürger kenne.
Davon ist Liechtenstein weit entfernt. Das kann man drehen - wie man will.
Als kleine Zugabe möchte ich euch nicht vorenthalten, was ich dem Vorsitzenden der VU, Mario Wohlwend zukommen habe lassen. Das nachdem Mario Wohlwend offen in der Zeitung festgestellt hat, er habe Respekt vor dem Landtag, diese Verantwortung (also über die Vorlage abstimmen zu lassen, wie es 5000 Unterzeichner gefordert haben) nicht weiterzugeben.
Ich habe Herrn Wohlwend gerne meine Ansicht dazu weitergegeben:
