Exodus der Generäle: Rückzug der USA aus der Nato hat längst begonnen.

(LiVa, 14.02.2026) Abseits des Politgetöses um Grönland läuft der Rückzug der Amerikaner aus der Nato bereits. Er beginnt in der für die Allianz überlebenswichtigen Kommandostruktur. Ob die Europäer die Lücke füllen können, ist fraglich.
(dwb) Aber spannend ist die ganze Sache schon. Vor 30 Jahren, als man milliardenschwer die Werbetrommel für die EU gerührt hat, da hiess es, wir müssen uns als Europa besser aufstellen, mililtärisch und auch mit unserer Industrie. Wir müssen gemeinsam ein europäisches Bollwerk errichten, um uns gegen die weltweit wachsende Konkurrenz besser zu wappnen. Das war sinngemäss einer der grossmundigen Slogan, die auf allen Wänden und Brückengeländern zu sehen waren. Die Medien, in einem warmen Regen europäischer Wahlwerbung schwelgend, waren - wie immer - gut mit von der Partie.
Und heute ? Es gibt viele Versprechungen, die die EU nicht annähernd eingehalten hat. Eines davon fällt uns heute auf die Füsse. Was hat die EU in den vergangenen 30 Jahren mit Billionenaufwand erreicht ? Die Abhängigkeit von den USA ist nach wie vor gross (wie vor 30 Jahren), von einem Bollwerk, egal gegen wen, sind wir weit entfernt, im Gegenteil, China überschwemmt uns mit Konsumgütern aller Art, der Wirtschaftsmotor Deutschland stottert besorgniserregend, ein Grossteil der EU Mitgliedsländer ist bis zur faktischen Handlungsunfähigkeit ver- oder überschuldet. Wo genau sollen wir das versprochene "Bollwerk" verorten ? Persönlich muss ich sagen, ich sehe wenig, sehr wenig, das tatsächlich besser geworden ist. Kleinigkeit des täglichen Gebrauchs vielleicht. Ansonsten: 100.000 neue Verordnungen und Gesetze erlassen, in 30 Jahren. Das ist so ziemlich alles. Und jetzt wollen wir noch den Ukraine-Krieg alleine stemmen, und womöglich auch noch die NATO alleine finanzieren und unterhalten.
Gut, wenn die Europäischen Steuerzahler sich aufs Flaschensammeln verlegen und 80 % ihres Verdienstes als europäische Steuern abgeben möchten, können sie das gerne tun.
Die Frage ist nur - wer geht da noch arbeiten ?
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