Endlich entschädigen wir die "pflegenden Angehörigen".

29.01.2026

Die TV Werbungen überschlagen sich. Da wird die "häusliche Pflege" in alle Himmel gelobt. Und das schönste - es wird auch noch bezahlt. Wir haben also den Wert der häuslichen Pflege endlich erkannt und wertschätzen ihn. So zumindest suggeriert das uns auch die TV Werbung.

Nur - stimmt das so ? Mitnichten, würde ich sagen. Der Staat hat nur, scharf kalkulierend, festgestellt, dass die Pflege in den Heimen sauteuer ist - und es überdies allüberall an qualifiziertem Pflegepersonal hapert. Was tun ? Heureka - wir nutzen das Potential, das immer schon da war. Und das waren und sind - die pflegenden Angehörigen. Und damit wir die auch bei der Stange halten können, fangen wir jetzt - nach Jahrzehnten der kostenlosen Pflege - damit an, diesen aufopfernden Menschen etwas für ihre wertvolle Arbeit zu geben. 

Klar, allzu sehr übertreiben wollen wirs dann nicht, mit den Entschädigungen. Es ist schon praktisch, wenn die tatsächlichen Kosten daheim sich vielleicht auf ein fünftel oder noch weniger der Heimpflege belaufen. Was sie tun. Politik arbeitet nicht primär für die Menschen. Das ist das, was sie vorgibt. Tatsächlich arbeitet sie nur für die Buchhaltung. Und - den schönen Schein. Der ist wichtig. In allen Belangen. 


Dass wir die pflegenden Angehörigen also - endlich - für ihre Riesenarbeit entschädigen, 

das hat nichts mit "Anerkennung" zu tun. 

Es ist schlicht ein kühles Kalkül.


(Bildquelle: Pixabay, n.Reg.lizenzfrei)