Ein paar Gedanken zum "Spital".

Spitäler sind für die Politik ein dauerndes Aergernis. Viele Kosten, viele Baustellen, viele Unannehmlichkeiten. Viele Reklamationen. Und das alles für nicht-leistungsfähige Personen, die mit ihren Krankheiten täglich neue Kosten generieren.
Das will die Politik nicht. Sie will glänzen, gut dastehen, allen da draussen mitteilen, wie grossartig sie doch sind. Und wie kostenbewusst. Denn das zieht, beim Wahlvolk. Und wenn man die nächsten 4 Jahre bis zur Pension noch in der rentablen Politik sitzen (und verdienen) will, dann hat man das zu tun, das dazu führt, dass es ganz sicher klappt mit der Wiederwahl. Das ist die Priorität ein eines jeden Politikers. Da müssen wir uns nichts vormachen. Und ein Posten, an dem die "Sparerei" und "Prozessoptimierungen" so richtig einschenken, das sind die Spitäler. Die Geldvernichtungsmaschinen grossen Ausmasses. Wer braucht schon ein Spital, wenn man als gesunder, junger, dynamischer Politiker in der Blüte seines Lebens jeden Morgen um fünf zum Joggen geht. Stimmt.
Und dann noch - man muss zeigen, dass man auf der Höhe der Zeit ist - eine schlaue, vermeintliche Weisheit von sich geben:
"Gesundheit ist unser grösstes Gut".
Klingt gut. Ist aber grottenfalsch.
Gesundheit ist kein Gut.
Gesundheit ist die elementare Basis unser Existenz.
Ohne Gesundheit wirds nicht "schwierig". Ohne Gesundheit sind wir ganz einfach weg, von diesem Planeten. Und zwar schneller, als wir "Papp" zu sagen vermögen. Und so können wir getrost damit aufhören zu meinen, ein Spital könne auf irgend eine Art und Weise "rentabel" werden. Das wird es nicht. Nicht, wenn wir dem Spital jene Aufmerksamkeit zukommen lassen, die es verdient:
Ein Spital ist nicht dafür da, einem Politiker künftig Freude zu machen.
Die einzige Aufgabe eines Spitals ist es, Leiden zu Lindern - und Leben zu verlängern.
Eine andere Aufgabe hat ein Spital nicht. Schon gar nicht, Geld abzuwerfen. Das - ganz bestimmt nicht.
Es ist eine Frage der Prioritäten. Geld ist genug da. Wir müssen es nur viel besser zweckentsprechend einzusetzen.
Das kommt der Politik nicht entgegen. Aber das - ist auch wurscht.
(Bildquelle: Finanzscout24.ch)