E-Mobilität für Afrika.

19.01.2026

(LiVa, 19.01.2026)  Wer an Afrikas Mobilität denkt, denkt an Pick-ups, die über sandige Strassen brausen. Kaum aber an Elektrofahrzeuge. Doch nun zeigt eine Studie der ETH Zürich und des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Zusammenarbeit mit Partnern in Afrika in «Nature energy», dass die mobile Zukunft auf diesem Kontinent elektrisch sein wird. Mit genau auf den täglichen Bedarf zugeschnittenen Ladesystemen zeigte sich zur Überraschung der ETH- und PSI-Ingenieure, dass diese Systeme deutlich günstiger sind als oft angenommen. In vielen Bereichen sind sie sogar zuverlässiger als das bestehende Stromnetz Afrikas.

(dwb) Manchmal frage ich mich schon, wo die Leute in den Universitäten eigentlich leben. Man sieht je länger je mehr: In einer schönen rosa Wolke, weit, weit weg von jeder Lebensrealität. Na, dann ist das also alles ganz einfach in Afrika: 

Wir verkaufen die "günstig gewordenen" E-Autos aus China an die Afrikaner, bauen dann grossflächig Solarkraftwerke, direkt im Anschluss ein gut ausgebautes Netz an Ladestationen - und, wow - schon ist Afrika mobil, und das auch noch mit Strom. Gott sei Dank haben wir Unis wie die ETH, sonst wüssten wir solche Dinge gar nicht.  Ich hab jetzt im Schweiz. Entwicklungshilfe-Bericht 2023 grad gelesen, dass in Afrika über 560 Millionen Menschen südlich der Sahara keinen Zugang zu Elektrizität haben, was über 80 % der weltweiten Betroffenen ausmacht. Zum zweiten macht es die sehr unsichere politische Lage in nicht wenig Ländern in Afrika schon kaum möglich, gefahrlos einen Dorfbrunnen zu setzen. 


Aber träumen, das darf man ja.
Nur sollte man - gelegentlich - dazwischen auch mal aufwachen. 


(Bildquelle: Agencia Fides, Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke)