Das Leuchtdreieck für Kindergarten-Kinder hat ausgedient.

So müssen die Kindergartenkinder künftig eine Weste tragen anstatt des Leuchtendreiecks. Und vor denen wars eine orange Schärpe. Irgendjemand werden solche Aenderungen einfallen. Jemandem, der tatsächlich keine andere Arbeit hat. Das riecht stark nach Brüssel. Dort gibt es ausreichend Kapazitäten für allerlei Machwerk, die kein Mensch braucht.
Klar, verglichen mit früher, ist das schon eine gute Sache. Ich bin noch in den 1960er Jahren in den Kindergarten in Vaduz. Das war der umgebaute Ross-Stall der ehemaligen Poströsser, die Kindergärtnerin war eine Ordensfrau, im vollen Ornat. Aber, gereicht hats auch. Nur mit der Sicherheit der Kinder, da hatte man es damals nicht so richtig. So gabs weder Schärpen für die Kinder, noch Leuchtdreiecke, noch irgend eine Weste. Da hiess es: Gut schauen auf der Strasse. Ende der Durchsage. Ende der Prävention. Das war zu wenig.
Ich erinnere mich an Geschichten, die man sich später erzählte. Eine handelte davon, dass vor dem Kindergarten an der Aeulistrasse ein zusätzlicher Zebrastreifen angebracht werden sollte. Das wäre beinah am Widerstand verschiedener Interessengruppen (vor allem der Autofahrer) gescheitert, weil "noch ein Zebrastreifen den Verkehrsfluss noch weiter verlangsamt hätte ...". Ja, so war das in den 1960er Jahren, und noch lange in die 70er hinein. Das Auto war das goldene Kalb.
Erst, als sich die Unfälle mit Kindern - nicht selten tödliche - bedenklich zu häufen begannen, setzte so langsam das Umdenken ein.
Man kann es aber, wie bei den Westen, auch massiv übertreiben. Aber wir können sicher sein, es handelt sich um eine gelungende Lobby Arbeit derer, die mit den Westen ein schönes Geld verdienen.
(Bildquelle: BFU Schweiz)