Das Ende der "Markenprodukte" ?

Es ist gut möglich, dass wir derzeit das Ende der "Markenprodukte" erleben. Dabei muss man wissen, wofür die "Marke" denn steht. Also vorab: Für bessere Qualität, wie man meinen möchte, ganz bestimmt nicht. Zumindest nicht in den allermeisten Fällen.
Die "Marke" bedeutet nichts anderes, als dass diese Produkte für sauteures Geld beworben werden, wo auch immer. Der Mehrpreis für diese "Marken" liegt also im Werbeaufwand, den es braucht, um "eine Marke" am Leben zu halten. Ein Beispiel gefällig ? Die Schokolade "Ritter Sport", 100 g Tafel, hat vor Corona 0.99 Euro gekostet. Heute kostet exakt dieselbe Tafel haarsträubende 1.99 Euro. Also - das doppelte. Das bedeutet eine jährliche Steigerung von ganzen 20 %, insgesamt 100 %. Die Steigerung wird damit begründet, dass die Schokoladenpreise aufgrund schlechter Ernten explodiert sind.
Schauen wir uns deshalb einmal "No-Name-Produkte" an, hier beispielsweise vom Coop in der Schweiz. Preis für eine Tafel Schokolade 100 g vor Corona: 0.55 Franken, Preis heute 0.75 Franken. Steigerung: 25 % in 5 Jahren. Nicht die Einkaufspreise machen die Schokolade so teuer. Sondern der völlig unerhältnismässige Aufwand, um eine popelige Schokolade als "Marke" zu verkaufen.
Wir kaufen grundsätzlich KEINE Markenware. Definitiv zu teuer, und oft auch qualitativ - schlechter.
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