Bruttospielerträge der Casinos brachen um knapp 60 Prozent ein.

05.02.2026

Alkohol: Die wohl legalste Droge der Schweiz. Ab 18 Jahren frei verkäuflich und überall konsumierbar.

(LiVa, 05.02.2026) Jahr für Jahr spielten die liechtensteinischen Casinos neue Rekorde an Bruttospielerträgen ein – damit ist seit dem Sperrlistenaustausch mit der Schweiz am 7. Januar 2025 Schluss. Nur wenige Wochen später schlugen die liechtensteinischen Casinos Alarm, nachdem sie zuvor mit einer Beschwerde vor dem Staatsgerichtshof gescheitert waren. Die Betreiber berichteten von Umsatzeinbussen bis zu 85 Prozent und forderten die Regierung zum Handeln auf. Diese wollte hingegen die weiteren Entwicklungen abwarten. Noch im Januar schloss das LV Casino in Eschen von einem Tag auf den anderen. Das Casino Admiral, Liechtensteins älteste und eine der umsatzstärksten Spielbanken mit vielen Schweizer Gästen, kapitulierte Ende September nach acht Jahren.

(dwb) Es ist erstaunlich, dass ein Staat ein - sehr gut - funktionierendes Geschäftsmodell, zu 100 % auf legalem Boden, mit aller Gewalt an die Wand fährt. Für mich tun sich da Parallelen zur deutschen Automobilindustrie auf. Ja. Beim Glücksspiel wird Geld verloren. Zuweilen viel Geld. Auch von Leuten, die dieses verspielte Geld dringend für andere Zwecke gebraucht hätten - wofür es jetzt fehlt. Darunter leiden nicht selten ganze Familien. Und doch - ist nicht jeder Familienvorstand selber dafür verantwortlich, dass es seinen Familienmitgliedern gut geht ? Ist das Sache des Staates ? 

Muss - oder darf - der Staat dem einzelnen vorschreiben, wo und wann er ein Casino besuchen darf ? Wenn ja, warum bestimmt der Staat dann nicht, wann und wieviel Alkohol getrunken werden darf. Die Auswirkungen des Alkoholismus auf die Familien sind weitaus höher als jene des Glücksspiels. Aber, das ist nicht von Interesse. Im Gegensatz zum Alkohol ist Glücksspiel gesellschaftlich geächtet. Wozu die Staaten - die massiv von den Steuereinnahmen profitieren - mit grossem Effort ihren Beitrag leisten. Es ist also weiterhin problemlos möglich, mit 18 Jahren einen Einkaufswagen voller Bier und Spirituosen legal zu kaufen - und auch zu konsumieren. An einem Spieltisch im Casino ein paar Spiele - auf eigenes Risiko - zu tätigen. Das wird dann aber strengstens reglementiert. 

Meine vor Jahren verstorbene Grossmutter hätte jetzt zu diesem Vorgehen gesagt: "Die sind katholischer als der Papst". Ich würde eine Cash Cow nicht so einfach zur Schlachtbank führen, wie unsere Regierung das tut. Das muss man sich leisten können. Persönlich hätte ich da durchaus keine Probleme. Wir müssen Geschäftsfelder eröffnen und neue Geldquellen erschliessen. Wer weiss, wozu das eines Tages noch gut sein wird. Aber, wir leben ja jetzt: Also, alles muss raus, Schulden machen bis der Arzt kommt. Was morgen sein wird ? Völlig wurscht. Das ist ja - erst morgen. 


Aber, "wir habens ja". Schauen wir mal, wie lange noch, wenn wir so mit unseren Geldquellen verfahren. 


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