Arbeitslose Grenzgänger könnten zur Herausforderung werden.

11.05.2026

Die EU ist ein Füllhorn ohne Ende. Besonders für diejenigen, die mit allerlei administrativen Vorgängen ihr Geld verdienen. Nutzen ebenso allüberall: Fragwürdig. 

(LiVa, 11.05.2026) Die EU plant bei der Arbeitslosenversicherung eine grundlegende Neuausrichtung, die gerade für Liechtenstein mit seinen über 24 000 Grenzgängern erhebliche Auswirkungen mit sich bringen könnte. Künftig soll nämlich der letzte Beschäftigungsstaat für das Arbeitslosengeld aufkommen. Bisher war dafür der Wohnsitzstaat zuständig, der von Liechtenstein als Beschäftigungsstaat eine teilweise Erstattung erhielt. 

Und wieder einmal mehr verursacht uns der EWR-Beitritt gewaltige Kosten. Liechtenstein ist kein Mitglied der EU, aber über das EWR-Abkommen eng an den EU-Binnenmarkt angebunden. Im Rahmen dies Abkommens leistet Liechtenstein jährliche Finanzbeiträge. 2024 zahlte Liechtenstein rund 25,1 Mio. pro Jahr. Dazu kommen erhebliche Aufwände für Liechtenstein  für das Personal. 

Innerhalb von 30 Jahren hat Liechtenstein für den EWR-Beitritt weit über eine halbe Milliarde aufgewendet. Nur weil ich das ganze Jahr höre, wie super-toll doch der Beitritt zum EWR gewesen ist. Ungeheure Kosten für einen Laden, dessen Führung ihn nicht annähernd im Griff hat. Die EU schleudert ziel- und konzeptlos quer durch die Landschaft. 

Wie unberechenbar die EWR mit dem Geld ihrer Mitglieder hantiert, sehen wir beispielsweise bei den Beiträgen für das Programm «Erasmus+». Hier wurden die Zahlungen in der Vergangenheit signifikant erhöht, z.B. (fünf-Jahres-Prämie) von 5.9 Mio. EUR auf ca. 11.5 Mio. EUR. Aus diesen Kosten wird unter anderem auch das "AHA" finanziert, das u.a. auch Auslandaufenthalte und Auslandstudien organisiert. Eine teure Geschichte, wenn wir uns ansehen, dass die Jungen schon 1980 ein "Interrail-Billet", europaweit gültig, selbständig am SBB Schalter für weniger als 300 Franken kaufen konnten. Es war - europweit - einen Monat gültig. Ohne irgendeine Mitwirkung seitens Organisationen des Landes. 

Wir dürfen uns auch ruhig einmal die Beiträge ansehen, die für einen Erasmus-Studienplatz geleistet werden: Es sind - im Schnitt - 300 Euro im Monat. Bleibt die Frage, wer mit einem solch lächerlichen Beitrag im Ausland studieren soll. Klar, sind die Eltern Aerzte, Zahnärzte und Rechtsanwälte, dürfte das trotzdem gehen. Die grosse Mehrheit der Studierenden schaut hier in die Röhre. Es ist nichts neues, dass beim Erasmus-Programm 70 % der Kosten für Verwaltung draufgehen, mit Glück sinds dann grad noch 30 Prozent der gewaltigen Staatsbeiträge, die den Studenten zu Gute kommen. Aussehen tun sie gut, Erasmus plus und AHA. Unter dem Strich: Eine sehr, sehr teure Geschichte für den Steuerzahler - wenig Nutzen für die Jungen.

Es gibt unzählige solche Beispiele, wo wir sehen können, dass die EU vor allem gewaltige administrative Leerläufe produziert. Von Effizienz - keine Rede. 


Aber Vorschriften über Vorschriften machen. Das schon. 

Aufhören. So rasch wie möglich. 


(Bildquelle: Pixabay, n.reg.lizenzfrei)

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