100.000 Spielsüchtige auf der Sperrliste der Schweizer Casinos.

19.02.2026

(LiVa, 19.02.2026) Der Staat fühlt sich bemüssigt, Spielsüchtige davor zu bewahren, Haus und Hof im Casino zu verspielen. Dazu werden sie auf einer Sperrliste vermerkt, sodass sie kein Casiono in der Schweiz mehr besuchen dürfen. Das ist die eine Seite der Medaille.  Die zweite Seite sieht weitaus problematischer aus, bleibt aber für einen Alkoholabhängigen folgenlos. 

Zum Vergleich in der Schweiz: 

  • 100.000 Spielsüchtige, Konsequenz:        Sperrliste der Schweizer Casinos.
  • 300.000 Alkoholkranke, Konsequenz:      Keine. Alkohol ist weiterhin völlig frei verfügbar.

(dwb) Man kann mir erzählen, was man möchte. Aber hier sehen wir einmal mehr, wie sehr wir alle mit verschiedenen Ellen messen. Die Folgen, die die Spielsucht auch auf Familien haben können, sind real. Sie dürften aber in keinem Verhältnis dazu stehen, wie Alkoholsucht ein Familienlieben bis zur totalen Zerstörung beeinträchtigt.

 
Wer Spielsüchtigen den Zugang zu Casinos verbietet, 

muss Alkoholkranken auch den Zugang zu Alkohol verwehren. 

Ansonsten sind die Spielsüchtigen m.E. unverzüglich von allen Listen zu entfernen.


(Bildquelle: Pixabay, n.Reg.lizenzfrei)